Anreise von Christchurch NZ nach Broome AUS

Die Anreise war diesmal etwas umständlicher, weil wir einen Teil der Flüge schon vorgebucht hatten. Wir flogen also zuerst von Christchurch nach Brisbane und dann direkt weiter nach Perth. In Perth hatten wir dann eine Übernachtung bevor es um 0555 Uhr nach Broome ging. Diesmal ging das mit dem Übergepäck alles glatt, Quantas ist da etwas grosszügiger… In Perth fehlte dann leider Selina’s Koffer – ein Kofferanhänger der Umsteigegäste hatte es leider nicht auf den Flieger geschafft. Später in der Nacht wurde der Koffer dann aber ins Hotel nachgeliefert, nochmals Glück gehabt, einen Tag später waren wir ja bereits in Broome!

In Broome angekommen erschlug uns fast die Hitze. Bereits um 0900 Uhr waren es über 35°C. Da wir etwas früher als wir erwartetet hatten angekommen waren, konnten wir dann auch etwas früher unseren Mietwagen entgegennehmen. Da wurde uns dann auf Anfrage mitgeteilt, warum die Miete so günstig sei (11 AUD). Das Auto werde in Perth gebraucht, und wir sind sozusagen die Autotransporteure; uns soll’s recht sein, unser Budget wurde und wird auch so überstrapaziert.

Das Auto was wir entgegennehmen durften war dann ein Nissan X-Trail, zum ersten Mal auf unserer Reise ein Fahrzeug von Nissan.

Unser Nissan X-Trail
Unser Nissan X-Trail

Broome

Broome am nördlichen Rand von Westaustralien hat eine bewegte Vergangenheit, die sich vor allem um natürliche Rohstoffe dreht. Aktuell verzeichnet die Stadt gerade wieder einen Boom der Mining-Aktivitäten. Neben Diamanten gewinnen (nicht zuletzt auch wegen des US-Chinesischen Handelskrieg) die seltenen Erden an Bedeutung. So sehr das die Fluggesellschaften die Kapazitäten nach Broome massiv erhöht haben um die Minenarbeiter einzufliegen. Nebst der Touristen natürlich, welche der Kälte im Süden von Australien ausweichen. Auf unserem (frühen) Flug waren wir fast nur von Minenarbeitern begleitet.

Kamele am Strand in Broome
Kamele am Strand in Broome

Broome als Stadt bietet vor allem einen schönen Strand, Kamelausritte und schöne Resorts. Im kleinen Städtchen findet man auch sonst fast alles was das Herz begehrt. So hatten wir dort ein ganz tolles Frühstück im Städtchen, bevor wir unsere Cottage beziehen durften. Mit der Cottage hatten wir auch Glück, da die Hauptsaison vorbei ist und baldschon die Wet-season beginnt.

Erste „Bike“-Tour auf der Weltreise
Erste „Bike“-Tour auf der Weltreise

Port Hedland

Gut hätten wir es in Broome trotz Hitze etwas länger ausgehalten. Aber diesmal haben wir etwas mehr Zeitdruck als auch schon. Darum fuhren wir am nächsten Tag gleich weiter nach Port Hedland, etwas über 600 km weiter der Küste entlang in den Süden. Dazwischen gab es leider keine Übernachtungsmöglichkeit. Die Strecke war doch mehrheitlich monoton und wenig befahren, aber da müssen wir halt durch. Immerhin ist die Strasse asphaltiert und in gutem Zustand, sodass wir bereits am späteren Nachmittag ankamen.

Port Hedland ist ein bedeutender Hafen für Eisenerz, mehrere Millionen Tonnen werden hier pro Jahr auf Frachter geladen. Daneben gibt es noch weitere Minenaktivitäten, und Salzabbau. Auch dieses Städtchen hat einen besonderen Charme.

Salzlagerung in Port Hedland
Salzlagerung in Port Hedland

Exmouth

Da das Unterkunftsangebot an der Westküste etwas mager ist, mussten wir am nächsten Tag weiter bis nach Onslow wo wir eine Übernachtung einlegten, hier fühlt man sich wirklich abgelegen. Gleich am nächsten Morgen nahmen wir dann die Fahrt nach Exmouth in Angriff.

In Exmouth (auch wieder ein paar 100 km weiter), war dann wieder mehr los.

Unsere weite Strecke
Unsere weite Strecke

Dies vor allem durch die Korallenriffe, die Fischereiaktivitäten und dadurch das man hier auch passabel surfen kann. Hier fanden wir auch wieder ein Einkaufszentrum und wie gewohnt auch überteuertes Benzin. Aber es muss ja auch alles von weitem „hergekarrt“ werden…

Im Visitor Center haben wir uns dann beraten lassen und uns dann für eine Tour von Coral Bay aus gebucht (1.5h weiter südlich), das liess uns einen Tag um uns das Riff um Turquoise Bay anzuschauen. Und natürlich den Strand zu geniessen, welcher auch zu den Top 10 Strände von Australien gehört.

Turqouise Bay
Turqouise Bay

Uns hats gut gefallen, vor allem auch dafür das Fische und Korallen direkt vom Strand erschnorchelt werden können. Aber mit Stränden kann man uns nicht mehr ganz so einfach beeindrucken – er war aber wirklich schön ;-).

Coral Bay – schnorcheln mit Mantas

Was auf unserer Liste noch fehlte ist mit Mantas zu schwimmen, diese grossen Tieren sind in Australien nur an wenigen Orten zu finden. Glücklicherweise gibt es in Coral Bay eine ständige Population, wo man die Einzelgänger mit etwas Glück finden und mit ihnen schwimmen kann.

Also buchten wir die entsprechende Tour (im zuvorkommenden Visitor-Center in Exmouth) und fuhren die paar 100 km weiter südlich nach Coral Bay. Am Morgen ging’s früh los mit dem Boot raus auf eine Schnorcheltour. Als erstes an ein Korallenriff, das unerwartet schön war. Wir waren ja der Meinung das nach dem Great Barrier Reef alles nicht mehr so beeindruckend sein kann, aber auch dieses Riff war abwechslungsreich und gesund. 

Coral Bay
Coral Bay

Für den zweiten Schnorchelspot wurden wir dann durch ein Spotter-Flugzeug gelotst um auch wirklich Mantas sehen zu können. Und siehe da, dass grosse Tier war bereit mit uns ein paar Meter gemütlich mitzuschwimmen. Bis wir dann nicht mehr nachkamen, ein tolles Tier – wir sind froh im Gegensatz zu anderen Touren in der Woche auch wirklich Mantas gesehen zu haben. Ein einmaliges Erlebnis! Leider geben die Ergebnisse der Gopro das Erlebnis nur unzureichend wieder, trotzdem sind wir froh, dass wir was einfangen konnten.

Schwimmen mit Mantas in Coral Bay

Shark Bay

Auf unserem Weg in den Süden (die Distanzen sind immer riesig hier) führte uns der Weg nach Shark Bay. Erster Stopp dort die Shell Beach. Einer von 2 Stränden weltweit die komplett aus Muscheln bestehen. Die Schicht soll übrigens bis zu 10 Meter tief sein! 

Wallie überblickt die Emus
Wallie überblickt die Emus
Shell Beach an der Shark Bay
Shell Beach an der Shark Bay

Nach der Shell Beach übernachteten wir im westlichsten Ort von Australien, in Denham. Auch hier war natürlich nicht viel los, aber ein anständiges Hotel, eine Süsswasserdusche und ein Supermarkt um selber was kochen zu können reicht uns mittlerweile vollkommen ;-). Und das einem hier Emus über den Weg laufen ist auch ganz nett, so wie auch der Spaziergang zur Blue Lagoon (etwas weniger toll das man dort mit Fahrzeugen rumfahren darf). Am nächsten Tag schauten wir uns dann noch die Stromatolithen an, eine Besonderheit der Shark Bay in der Algen und Bakterien den hohen Temperaturen trotzen können und sich dabei gegenseitig helfen. Ach ja und schön anzuschauen ist es auch noch.

Stromatolithen
Stromatolithen

Kalbarri (National Park)

Weiter gegen Süden kamen wir am Kalbarri National Park vorbei, dem wir einen kleinen Besuch abstatteten. In der Mittagshitze wird hier von grossen Wanderungen abgeraten, darum machten wir nur einen kurzen Spaziergang zum Nature’s Window, dem vermutlich meistfotografierten Felsen der grösseren Umgebung.

Natures Window
Natures Window

Der Murchinson River hat dort eine schöne Schlucht gefräst, welche sich dann durch Felsen fotografieren lässt.

Nach einer Übernachtung in Kalbarri (warum das dort so überfüllt war unter der Woche konnten wir nicht herausfinden) fuhren wir weiter nach Süden. Ein kleiner Pflichtstopp bei den Pink Lakes musste es aber dann doch sein. Algen lassen den ganzen See in Pink erscheinen, der Namen ist also absolut verdient ;-).

Pink Lake
Pink Lake

Danach mussten aber noch ein paar Kilometer gefahren werden, denn die Weiterreise steht an und es müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Darum ging direkt nach Perth in ein Apartment mit Waschmaschine…

Perth
Nach dem Waschen und den Anschaffungen die wir uns in weiteren Verlauf der Reise etwas schwieriger vorstellen, ging daran die Stadt zu erkunden. Die Stadt hat viele coole Cafés und Kneipen, uns hat die Hafenvorstadt Fremantle auch gefallen wo wir noch etwas ausgefallener Essen waren (Raw Kitchen, Fremantle), bevor wir uns dann im weiteren Verlauf mit dem abgeben werden, was uns vorgesetzt wird. Abgerundet haben wir Fremantle mit einem Besuch bei der Little Creatures Brauerei. Die Brauerei mit Restaurant ist riesig und für Bierliebhaber zu empfehlen. Unser Favorit, das XPA – das Extra Pale Ale.

Little Creature :-)
Little Creature 🙂

Fast hätten wir uns noch zu einer Wohnung in Perth überreden lassen… Aber noch gibts vieles anzuschauen auf unserer Reise, und wer weiss, vielleicht werden uns andere Orte dann noch besser gefallen.

Unsere Wohnung - 21er Stock ganz rechts…
Unsere Wohnung – 21er Stock ganz rechts…

Nun sind wir mal wieder am Flughafen und warten auf unseren Flug nach Kathmandu. Stay tuned!

Allgemeines zur Westküste

Da wir ja bereits ausführlich übers Outback, Tasmanien und die Ostküste berichtet haben, gab’s an der Westküste keine grossen Überraschungen. Grundsätzlich sind die Distanzen grösser, das Benzin knapp und (vergleichsweise) teuer und die Sehenswürdigkeiten rarer. Zum Glück hatten wir über 600 km Reichweite mit unserer Karre…

Geldversorgung

Bargeldbezug lässt sich in der Städten gut erledigen. On allen Ortschaften konnte mit Karte bezahlt werden, teilweise wurde ein Zuschlag von 1-2.5% verlangt.

Mobilfunk & Internet

Wir haben für Australien unsere Australische SIM reaktiviert, die uns auch hier geholfen hat. Leider ist die Abdeckung von Optus an der Westküste sehr mies. Ausser in den Orten gab keinen Empfang. Wer wert auf Erreichbarkeit legt, kauft sich besser eine SIM von Telstra.

Unser Garmin Inreach Mini hat uns auch hier zuverlässig begleitet.

Garmin Inreach bei den Stromatolithen
Garmin Inreach bei den Stromatolithen

Fahrzeug

Unser Nissan X-Trail hat uns ohne Murren über die mehr als 3000 km gebracht. Dass es sich um ein 4WD-Fahrzeug handelt war noch eine zusätzliche Sicherheit, obwohl wir diesmal fast gänzlich auch asphaltierten Strassen unterwegs waren. Gravel-Road waren uns per Vertrag sowieso untersagt. Schlussendlich waren es 3447 km Strecke, wobei wir schon viel Zeit im Auto verbracht haben. Speziell froh waren wir um die Klimaanlage (bei z.T. 40°C Aussentemperatur) und den Tempomat.

Der Verbrauch pendelte sich bei 8.6 Liter pro 100km ein. Dies fanden wir für die flache Strecke etwas übertrieben, aber im Rahmen der anderen Fahrzeuge die wir gefahren sind.

Glück hatten wir mit dem Angebot von Avis das Fahrzeug zum quasi Nulltarif zurückfahren zu dürfen, sonst wäre diese Reise einiges teurer geworden.

Abschliessender Eindruck

Der Westen von Australien hat uns gut gefallen, vor allem mit Strand und Wassersport ist man hier sehr gut bedient. Es gibt wunderschöne Strände und eine üppige Unterwasserwelt. Erwartungsgemäss sind die Distanzen zwischen den Orten gross, Tage mit über 600 km kann man kaum vermeiden. 

Angenehm ist, dass sich hier auch weniger Touristen tummeln und man eher seine Ruhe hat. Allerdings muss man sich auch bezüglich Unterkünften, Restaurant und Supermärkten mit dem abfinden was man gerade findet. Verhungert sind wir aber nicht, teilweise gab’s sogar richtige Highlights :-).

Road Train in Port Hedland
Road Train in Port Hedland